Coronavirus-Schutzmassnahmen für die
Behandlungen in deiner Praxis

Wichtige Mitteilungen für Therapeuten!

4.11.2020

Corona Erwerbsersatz (Bericht von der OdA KT)

In seiner Sitzung vom 4. November hat der Bundesrat die Verordnungsänderung zum Erwerbsersatz basierend auf dem Covid-19 Gesetzes verabschiedet. Damit wird die Unterstützung verlängert und ausgeweitet. 

Die per 17. September rückwirkend geltende Covid-19 Verordnung Erwerbsausfall sieht neu auch für indirekt betroffene Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung Entschädigungen bis 30. Juni 2021 vor. Wer selbständig oder als Inhaber*in einer AG/GmbH tätig ist und aufgrund von Massnahmen gegen das Corona-Virus eine massgebliche Einkommenseinbusse erleidet, hat Anrecht auf Erwerbsersatz. Die Betroffenen müssen die Umsatzeinbusse deklarieren (Umsatzverlust von mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019) und begründen, wie sie auf Mass-nahmen zu Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist. 

Ebenfalls Anspruch hat wer seinen Betrieb aufgrund der Anordnung des Bundes oder des Kantons schliessen muss. 

Ebenfalls Anrecht auf Erwerbersatz entsteht bei Betriebsschliessungen auf Anordnung des Bundes oder des Kantons, bei Quarantänemassnahmen oder dem Ausfall von Fremdbetreuung Dritter. Anmeldungen sind per sofort über die Ausgleichskassen möglich, für die Auszahlungen wird um Geduld gebeten. 

Medienmitteilung 4.11.20 Bundesamt für Sozialversicherungen 

Informationsstelle AHV-IV 

Die neusten Infos auch bei der OdA KT.


28.10.2020

Schweizweit wurden ab 28.10.2020 die Massnahmen verschärft. Hier der Link zu den News vom BAG.

Zum bestehendem Schutzkonzept gilt ab sofort eine Maskenpflicht für den Klienten und Therapeuten.

Bitte beachten, dass die Kantone strengere Anordnungen als der Bund verfügen und auch Kontrollen durchführen können -> LINK zu den Kantonen oder siehe weiter unten.

  • In Genf sind Aktivitäten mit Körperkontakt zu Klient*innen verboten!

Hinweis: Gemäss FMH müssen in Arztpraxen alle, auch die Patienten & Angehörige, eine Maske tragen. Auch andere Berufsverbände weisen auf eine generelle Maskenpflicht in der ganzen Praxis hin. 

Auf dieser Seite findest du Informationen vom BAG zu den Schutzkonzepten für Praxen und Einrichtungen von Gesundheitsfachpersonen sowie zu den Empfehlungen für die Schutzmassnahmen für Gesundheitsfachpersonen und besonders gefährdete Personen.


Warum:

  • Die aktuelle Corona-Pandemie erfordert eine erhöhte Praxishygiene
  • Die Informationen des BAG und SECO sowie des Bundes müssen laufend in das Schutzkonzept integriert werden
  • Das Schutzkonzept dient der Sicherheit von Klient*innen und Therapeut*innen zur Verhinderung der Übertragung des Corona-Virus (SARS-CoV-2 – COVID-2 Virus)

Was musst du tun:

Vorbereitung/Vorabklärung mit Klienten*innen

  • Terminplanung: Plane genügend Zeitreserve ein, damit unnötige Begegnungen vermieden werden können und du auch Zeit hast alleine und ohne Maske frische Luft zu tanken, denn die Maske raubt dir etwas Sauerstoff
  • Tracing (Rückverfolgung) muss gewährleistet sein (mit der Klientendokumentation ist dies gewährleistet)
  • Bei der Anmeldung/Terminierung käre unbedingt ab, ob der Klient*in COVID-19 Symptome aufweist – wenn ja Weiterweisung an den Hausarzt oder die Hotline des Kantons – keine Behandlung durchführen!
  • Mit Risikopatienten eine Praxiskonsultation detailliert vorbesprechen – Einschätzung & Klärung der Risiken und Notwendigkeit der Behandlung
  • Wartemöglichkeiten so einrichten, dass Klienten*innen den Mindestabstand von 1.5 Metern wahren können und unnötige Gegenstände (Zeitschriften, Spielsachen etc.) entfernen
  • Desinfektionsmittel und/oder Händewaschmöglichkeit mit Papiertüchern für den Klienten*innen bereitstellen
  • Du kannst den Aushang der Schutzmassnahmen gemäss BAG im Eingangsbereich aufhängen
  • Verwende Kleider während der Therapie die mit mind. 60 Grad gewaschen werden können und täglich wechseln

Praxis / Konsultation – Hygiene und Verhaltensregeln

  • Falls noch nicht zuvor telefonisch abgeklärt, spätestens bei Betreten der Praxis gezielt nach Erkältungs- und Atemwegsbeschwerden fragen, und falls Symptome vorhanden sind diese Klienten*innen direkt mit einer Maske versorgen und allenfalls sofort an den Hausarzt weiterweisen (Verdacht auf COVID-19)
  • Einhalten der generellen Hygiene- und Verhaltensregeln des Bundes (kein Händeschütteln, Distanzhaltung, Risikopatientenmanagement) 
  • gründliches Lüften vor und zwischen den einzelnen Patientenkonsultationen
  • korrektes Händewaschen/Trocknen mit Papierhandtüchern für Therapeut UND Klient*in (auffordern die Hände zu waschen), Entsorgung in geschlossenem Eimer, evt. Händedesinfektionsmittel zur Verfügung stellen
  • Korrekter Umgang (Anlegen/Tragen) mit Hygienemasken durch den Therapeuten*in (siehe unten*). Verwendung von zertifizierten Hygienemasken (Typ II oder Typ IIR) ist Standard. Die Hygienemaske ist während der gesamten Konsultation, respektive Arbeitszeit mit direktem Patientenkontakt oder bei Kontakt mit anderen Mitarbeitenden zu tragen
  • Händewaschen oder Händedesinfektion vor dem Anziehen und nach dem Abziehen der Maske ist erforderlich
  • Gerätschaften, Kopfteil der Liege ect. nach jedem Gebrauch desinfizieren, inkl. Türgriffe, Tastaturen, Telefone ect.
  • Tücher/Unterlagen nach jedem einmaligen Gebrauch mit mind. 60° waschen

LINK zur OdA KT – Schutzkonzept für Komplementärtherapeuten.

Hygienemasken

Hygienemasken reichen aus!

Mittlerweile gibt es ausreichende wissenschaftliche Evidenz, dass sich SARS-CoV-2 über enge Kontakte und Tröpfchen überträgt. Bei Tröpfchen-Infektion reichen Hygienemasken aus um zu schützen, wenn bei einem medizinischen Eingriff keine starke Aerosolbildung zu erwarten ist. Nasen-Rachenabstriche sind keine Eingriffe, die mit starker Aerosolbildung einhergehen, daher ist eine Hygienemaske ausreichend.

Richtige Verwendung der Hygienemasken (Chirurgische Masken Typ II oder Typ IIR)

  • Waschen Sie sich vor dem Anziehen der Maske die Hände mit Wasser und Seife oder mit einem Desinfektionsmittel.
  • Setzen Sie die Hygienemaske vorsichtig auf, so dass sie Nase und Mund bedeckt, und ziehen Sie sie fest, so dass sie eng am Gesicht anliegt.
  • Berühren Sie die Maske nicht mehr, sobald Sie sie aufgesetzt haben. Waschen Sie sich nach jeder Berührung einer gebrauchten Hygienemaske, z. B. beim Abnehmen, die Hände mit Wasser und Seife oder mit einem Desinfektionsmittel.
  • Chirurgische Masken (Typ II oder Typ IIR) können bis zu 8 Stunden getragen werden, auch wenn sie feucht sind.
  • Grundsätzlich sollte maximal eine Maske für eine 8h Schicht getragen werden und maximal 2 für eine 12 Stunden Schicht. Chirurgische Masken (Typ II oder Typ IIR) sollten nur zusätzlich gewechselt werden, wenn der Mitarbeiter nach Pflege eines infektiösen Patienten zu einem Patienten geht, welcher nicht infektiös ist.
  • Dann ersetzen Sie sie durch eine neue, saubere und trockene Hygienemaske.
  • Einweg-Hygienemasken dürfen nicht wiederverwendet werden.
  • Werfen Sie die Einweg-Hygienemasken nach jeder Verwendung sofort nach dem Ausziehen weg.

Link zum BAG-Bericht


Coronavirus – Generelle Informationen

OdA KT informiert

Corona News:

  • FAQ Rund um die Corona-Krise
  • Schutzkonzept KT
  • Anbieter von Schutzmasken
  • Video-Anleitung Schutzmasken
  • zu Erwerbsersatz
  • Hilfspakete der Kantone
  • Mietzinsreduktion
  • Kantonale Bestimmungen „Berufsausübungsbewilligung
  • Präzisierung zur Vergütung telefonischen Beratungen
  • Achtung vor Beratungs-Apps
  • Corona News
  • Corona und Mietrecht
  • Merkblatt kantonale Bestimmungen
  • Merkblatt für KomplementärTherapeut*innen
  • Infos und Formulare AHV
  • Mustereinsprache Kanton Zürich & St. Gallen bei Ablehnung Erwerbsersatzentschädigung

Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung und bei Erwerbsausfall:

  • Im Rahmen der allgemeinen Mitwirkungspflicht sind die Bezüger*innen von Erwerbsersatzleistungen
  • aufgefordert, der zuständigen kantonalen Stelle zu melden, wenn und ab wann sie keinen Verdienstausfall mehr erleiden.

Bund: Hilfe für Erwerbstätige und Unternehmen …


Entschädigungen bei Erwerbsausfall, auch für selbständige Einzelfirmen:
Die AHV-Ausgleichkassen sind aufgefordert, Informationen und Online-Formulare für Betroffene der Corona-Krise zur Verfügung zu stellen!


EMR-Entgegenkommen bei Weiterbildungsnachweisen und ander Corona-Infos!

Hier sind auch Infos betreffend den abgesagten Fort- Weiterbildungskurse, die beim EMR nachzuweisen sind, aufgrund der CoronaPandemie.


Mieterverband (Coronavirus) nennt rechtlich abgestützte Möglichkeiten betreffend Mietzinsreduktion / Zahlungsunfähigkeit / Zügeltermin!


Genaue Informationen und Antworten von Kantonen betreffend Behandlungen als TherapeutIn finden unsere Mitglieder auf unserer Mitgliederseite unter Praxismanagement/Coronavirus-Kantone